Kinder-Uni: Wetterprofi verrät viele Geheimnisse

Spannungsgeladener Start ins neue Semester: Alle 500 Plätze des Audimax waren besetzt, Stefan Kreibohm begeisterte.

Kröpeliner-Tor-Vorstadt (OZ) - Stefan Kreibohm zittert trotz der Sonne wie Espenlaub. „Ich bin total aufgeregt, Kinder sind das aufmerksamste und kritischste Publikum überhaupt“, verrät der zweifache Vater gestern kurz vor Beginn der KinderUni. Die meistert er anschließend mustergültig und begeistert die 500 Kinder im vollbesetzten Audimax für sich und seine Wettervorhersagen. Sogar so, dass er nach Vorlesungsende viele Autogramme schreiben muss. Universität Rostock und OSTSEE-ZEITUNG luden zum neuen Semester ein.
 
Auch Uni-Rektor Wolfgang Schareck hatte es nicht nehmen lassen, zur ersten Vorlesung des neuen Semesters zu kommen. „Denn Rostock ist 2013 Stadt der jungen Forscher und das seid ihr“, ruft er den Nachwuchs-Studenten entgegen. Außerdem erklärt er noch kurz, wie das so läuft in der Uni: „Wenn euch etwas gefällt, klopft ihr. Wenn nicht so sehr, dann scharrt ihr mit den Füßen.“ Das Prinzip haben die Kinder sofort begriffen und wenden es während der 45 Minuten rege an zu Stefan Kreibohms Glück gibt es aber nur Klopfer. Besonders, als er erklärt, was bei warmer und kalter Luft passiert.

Dafür holt er sich schnell sechs Freiwillige aus dem Hörsaal, seine Luftteilchen. „Wenn sie jetzt nur so rumstehen, dann ist es kalt. Wenn sie sich aber ganz schnell bewegen, dann stoßen sie zusammen und es wird wärmer“, sagt der 42Jährige, während seine Assistenten wild durcheinanderlaufen. „Aber in der Mitte der Luftteilchen gibt es noch was anderes: Wasser“, erklärt Kreibohm weiter. Und erntet viele verdutzte Gesichter und „Hä?“Rufe. Mit seinen sechs Helfern ist aber auch das schnell erklärt: „Wenn es wärmer wird, ziehen die Luftteilchen ihren Kreis um das Wasserteilchen immer enger, bis es keinen Platz mehr hat. Und dann kommt es raus, in Form von kleinen Tropfen, die wir nachher als große weiße Wolken sehen“, sagt Kreibohm.

Mit Hilfe dieser Wolken lasse sich dann das Wetter für den nächsten Tag vorhersagen, erläutert der Experte und erklärt den Kindern seinen Job vom Satellitenbildergucken bis zur Aufnahme der Wettervorhersage. Dabei verrät er zum Beispiel, dass es am nächsten Tag viele Wolken statt Sonne gibt und ein großes Geheimnis. „Wenn es ganz stürmisch ist und mich der Wind fast umhaut, dann macht es mir am meisten Spaß. Da habe ich nämlich einen Trick: Ich knie mich einfach vor die Kamera so kann ich nicht umfallen und im Fernsehen sieht das eh keiner, weil die Kamera nur bis zu meinem Bauch filmt“, offenbart er mit spitzbübischem Lachen.

Das steckt vor allem die siebenjährige Lilly an: „Ich fand zwar alles gut, aber das war am besten“, sagt sie begeistert. Damit ist sie nicht allein: Nach der Vorlesung scharen sich die Studenten um ihren Dozenten, um Fragen zu stellen und Autogramme zu ergattern.
 
Die nächste Vorlesung der KinderUni ist am 18. April im Audimax (Ulmenstraße 69). Dann erklärt Prof. Christiane Reitz, woher Bücher kommen.

„Ich war schon oft bei der Kinderuni. Heute fand ich wirklich alles interessant. Ich habe auch viel dazu gelernt auch wenn ich vorher schon ein bisschen was wusste. Aber jetzt habe ich gar keine Fragen mehr.“
Lucas (10) aus Buchholz

„Es war wirklich gut ich gucke ja auch immer den Wetterbericht mit Herrn Kreibohm. Spannend fand ich die Wetterkarten mit den Wolken da wusste ich vorher noch nicht so gut Bescheid.“
Anne-Kathrin (8) aus Rostock

Zurück