Hier geht es um das große Geld

In der Kinder-Uni erklärt Sabine Homölle unter anderem, woher Münzen und Scheine stammen

Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Wie funktioniert das eigentlich mit dem Geld? Diese Frage stellt sich so manches Kind. In der kommenden Woche wollen die kleinen Besucher der Kinder-Uni der Antwort einen Schritt näherkommen. Die Veranstaltung von OSTSEE-ZEITUNG und Uni Rostock steht unter dem Titel: „Ich wär' so gerne Millionär... “ und findet am Mittwoch, 25. November, um 15 Uhr im Großen Hörsaal in der Ulmenstraße statt.

Expertin auf diesem Gebiet ist Sabine Homölle. Die Inhaberin des Lehrstuhls für Bank- und Finanzwesen an der Uni Rostock wird die Vorlesung in der kommenden Woche halten. Nachdem sie im Sommer in der Seniorenakademie mit älteren Menschen über Finanzen sprach, wollte sie nun auch bei der Kinder-Uni mitmachen. „Wir werden erklären, was Geld eigentlich ist, was es für Arten von Bezahlung gibt und warum es entwickelt wurde“, fasst die 48-Jährige zusammen.

Bereits für Kinder im Grundschulalter sei es wichtig, sich mit Finanzen auseinanderzusetzen. Sie müssten lernen, dass Münzen und Scheine nicht unendlich verfügbar sind. „Eine Freundin sagte ihrer Tochter einmal, dass sie zurzeit wenig Geld hätten und ihr Kind meinte nur: dann hol doch etwas von der Bank“, sagt Sabine Homölle lachend. Daran merke man, dass das Verständnis für Finanzen noch fehle. „Es geht darum, schon früh ein Gefühl für den Wert von Geld zu bekommen“, so die Professorin. Davon würden Kinder auch im späteren Alter profitieren.

Gerade an der finanziellen Bildung mangle es vielen Jugendlichen und Erwachsenen. „Statistiken zeigen, dass die Überschuldung bei jungen Leuten sehr hoch ist. Das wird gefördert durch Einkäufe im Internet oder bargeldloses Bezahlen“, erklärt Sabine Homölle. Mit einer frühen Aufklärung über Finanzen könne man dem Missstand im gewissen Maße vorbeugen. „Es ist ein erster Schritt.“ So wird die Professorin unter anderem in der Vorlesung erklären, was alles bezahlt werden muss, und dass es manchmal wichtig ist, zu sparen. „Um sich zum Beispiel die lang ersehnte Puppe leisten zu können, muss man auch etwas ins Sparschwein legen oder aufs Sparbuch einzahlen.“

Sie selbst beschäftigt sich seit Jahren mit dem Thema Geld. Die gebürtige Niedersächsin machte nach ihrem Abitur zunächst eine Banklehre und promovierte später am Institut für Kreditwesen an der Uni Münster. Seit 2006 arbeitet sie in Rostock. Hier steht sie normalerweise vor deutlich älteren Zuhörern. „Es wird spannend, vor den Kindern zu sprechen“, sagt Sabine Homölle.

Mit der Unterstützung ihrer Studenten bereite die Professorin die besondere Vorlesung seit einigen Wochen vor. Auch während der Veranstaltung bekommt sie Hilfe von Mitarbeitern, um die Kinder-Uni unterhaltsam zu gestalten. „Das ist eine Herausforderung, denn wir sind eine Buchwissenschaft. Hier gibt es kein Knallen und Zischen wie bei Chemikern.“ Es werde jedoch Rollenspiele, Anschauungsmaterialien und vielleicht einen Filmausschnitt geben.

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Professorin Sabine Homölle zeigt den Kindern auch, was es für Geldscheine gibt.


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