Kinder-Uni: Ein Schokoriegel lässt das Herz höher schlagen

Bei der letzten Veranstaltung von OZ und Universität in diesem Semester drehte sich gestern im Audimax mit Professor Horst Nizze alles um das pochende Organ

Kröpeliner-Tor-Vorstadt – Selbst Knirpse brauchen viel Energie. Allein schon zum Toben. Aber wie entsteht die im Körper und welches Organ spielt dabei eine Hauptrolle? Bei der letzten Kinderuni von OZ und Universität in diesem Semester hat Horst Nizze gestern Nachmittag den kleinen und großen Zuhörern alles zum Thema „Wo schlägt mein Herz?“ erklärt. Vor allem ein stets pochendes ist Dreh- und Angelpunkt seiner Vorlesung: das Herz. Links im Brustkorb sitzt nämlich der Motor, der ständig Blut in den Kreislauf bringt. Und um ganz viel Energie für Schule und Spielplatz zu haben, ist vor allem das Atmen und die Nahrungsaufnahme wichtig. „Beim Atmen bringen wir Sauerstoff in den Kreislauf, der vereinigt sich mit dem Wasserstoff, der beim Stoffwechsel entsteht“, erklärt der Pathologe das schwere Themengebiet. Und, „für die kleinen Chemiker unter euch“, wie Nizze lachend sagt, das sei die Formel für die Kraft.

Fasziniert betrachten die Kinderuni-Besucher dann die Modelle „Emil“ und „Gustaf“. So ein Skelett und einen offenen Oberkörper bekommen sie schließlich nicht oft zu Gesicht. Beeindruckt ist die kleine Tessa (6) von der tatsächlichen Größe des Herzens. „Ich hätte gedacht, es wäre größer“, sagt sie und blickt dann noch einmal auf ihre
Kinderfaust. Denn ungefähr so groß sei das Organ bei den kleinen Zuschauern, erklärt Horst Nizze. Dass es allein in einer Minute etwa 80 Mal schlägt, ist für Tessa ebenfalls eine spannende Information. Und da die meisten Kinder auf
Nachfrage des Professors mindestens hundert Jahre alt werden wollen, sagt der 72-Jährige ihnen gleich noch, wie oft dann ihr Herz geschlagen haben wird: circa vier Milliarden Mal.

Tatkräftige Unterstützung hat sich der Professor aus dem Saal geholt: Drei Kinder führen vor, was wichtig ist für den Herzrhythmus: Essen, Atmen und Trinken. Dazu pusten sie einen Ballon auf, essen Apfel und Schokoriegel und trinken Milch.

„Ein tolles Thema“, resümiert Nelli (10) anschließend. Sie habe bei den Experimenten – etwa dem Ertasten des Pulses am Hals – gern mitgemacht. „Und viel gelernt.“ Dann geht sie zum Kinderfest, das ebenso wie eine Tombola mit tollen Preisen wie Kino- und Einkaufsgutscheinen nach der letzten Vorlesung im Semester dazu gehört.

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Neil (6), Katharina (8) und Morten (10) führten in der Kinderuni bei Professor Horst Nizze das Atmen, Essen und Trinken vor. (Foto: Ove Arscholl)


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