Kinder-Uni erklärt das Periodensystem

Chemikerin Gisela Boeck zeigt jungen Zuhörern, wie sich Elemente einzeln und in Verbindung verhalten

Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Das ganze Universum in einer kleinen Tabelle: Bei der nächsten Veranstaltung der Kinder-Uni am kommenden Mittwoch erklärt Gisela Boeck vom Institut für Chemie an der Universität Rostock das Periodensystem der Elemente. „Alles, was in der Natur existiert, besteht aus den Elementen, die im Periodensystem zu finden sind“, beschreibt Boeck die Faszination der Tabelle, die vor genau 150 Jahren von dem russischen Chemi- Dr. Gisela ker Dmitri Iwano- Boeck witsch Mendelejew und dem Deutschen Lothar Meyer entwickelt wurde.

Daher wird in diesem Jahr auch das internationale Jahr des Periodensystems gefeiert. „Ich will den Kindern vermitteln, dass dieses System eine gewisse Ordnung in die Chemie gebracht hat – so, wie wenn sie zu Hause ihr Zimmer oder ihren Schreibtisch aufräumen“, kündigt Boeck an.

Die Expertin wird auch zeigen, dass einige dieser Elemente in Reinform vorkommen, wie etwa Gold oder Kohlenstoff. Letzterer kann dabei sogar völlig unterschiedliche Eigenschaften haben: hart und klar als Diamant oder schwarz und bröselig als Graphit, aus dem unter anderem Bleistiftminen bestehen. Anders als reine Elemente setzen sich chemische Verbindungen meist aus mehreren Elementen zusammen. Zu den einfachsten zählen Wasser, das aus Wasserstoff und Sauerstoff besteht, und Kochsalz, das die Elemente Natrium und Chlor enthält.

In Versuchen wird Chemikerin Gisela Boeck zeigen, wie sich die einzelnen Elemente verhalten und wie sich ihre Eigenschaften verändern, wenn sie sich verbinden oder wieder trennen. So will sie unter anderem Helium einatmen und den jungen Zuhörern erklären, warum danach die Stimme viel höher klingt. Dabei wird sie auch auf ihr Lieblingselement eingehen, den Kohlenstoff: „Er ist so vielfältig und bildet die Grundlage allen Lebens.“ In einem weiteren Versuch zeigt Boeck, wie Zucker sich in Kohlenstoff und Wasser aufspalten lässt. Kinder dürfen dieses Mal aus Sicherheitsgründen leider nicht selbst experimentieren.

(Text: Axel Büssem, Fotos: Universität Rostock)

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