Kinder-Uni: Wieso ist Salz in der Ostsee?

Chris Lappe vom Institut für Ostseeforschung erklärt den Mini-Studenten, wieso das Randmeer salzig schmeckt

Kröpeliner-Tor-Vorstadt/Warnemünde. Wie kommt eigentlich das Salz in die Ostsee? Und warum gibt es dort nicht so viel wie in der Nordsee? Bei der nächsten Kinder-Uni von OSTSEE-ZEITUNG und Universität Rostock wird Chris Lappe vom Institut für Ostseeforschung in Warnemünde Antworten geben. Denn natürlich steht niemand mit dem Salzstreuer auf einem Schiff und schüttet Prise für Prise in die Wellen.

Auf jeden Fall hat es etwas mit Strömungen zu tun. Die Nordsee mit ihrem hohen Salzgehalt kann der Ostsee locker noch etwas abgeben. Außerdem wird Lappe, der zurzeit an seiner Doktorarbeit über „Interne Wellen“ schreibt, ein Modell in 3D-Form am Mittwoch im Audimax dabei haben. „Das ist so aufgebaut, dass die Kinder sehen können, dass die Ostsee stufenförmig ist“, sagt der 29-Jährige. Und mit dem Modell kann er auch den Weg des Wassers den jungen Studenten zeigen. Die Ostsee – übrigens ein Randmeer – ist unterschiedlich tief „und daher auch unterschiedlich salzig“, sagt Lappe. Zwischen zwei und 20 Gramm Salz kommen auf ein Kilogramm Wasser. An der Schnittstelle zur Nordsee ist der Gehalt am höchsten, am Finnischen Meerbusen am geringsten. Wo das Salz auf dem Weg bis nach Finnland verbleibt, erzählt der junge Wissenschaftler natürlich auch.

Zuerst wird er in seiner Vorlesung aber darauf eingehen, was Flusswasser, das über Steine fließt, mit dem Salzgehalt von Meeren zu tun hat. Und warum schmeckt Flusswasser nicht salzig? „Das erkläre ich am Mittwoch ebenfalls.“ Außerdem erfahren Knirpse und ihre großen Begleiter, wie man auf hoher See herausfindet, wie viel Salz im Wasser steckt.

(Text: Claudia Tupeit, Foto: Ove Ascholl)

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