Stimmgewaltige Vorlesung mit großem Geräusch-Gewitter

Kröpeliner-Tor-Vorstadt (OZ) - Lautstark, nahezu außer Rand und Band, und dann doch wieder im fröhlichen Singen vereint — die kleinen Gäste der gestrigen Vorlesung der Kinder-Uni kamen voll auf ihre Kosten. Es war die erste nach der Semesterpause.
„Ich mag lieber etwas mit Maschinen, aber das ist heute auch ganz schön“, ist Konstantin (9) aus Gehlsdorf mit dem Gebotenem zufrieden. Denn Ariane Tripschu, Martin Heuschkel, Annelie Woitzel, Susanne Töpper, Christian Schmidt und Annemarie Böhm vom Chor „Celebrate“ vermittelten den Kindern anschaulich, warum das Singen so viel Spaß macht. Das überzeugendste Argument: Sie bezogen die Kinder ein und gestalteten eine Mitmach-Vorlesung, die den Hörern Spaß machte.

Dass man vier Stimmen, Instrumente und einen Dirigenten braucht, ehe aus einzelnen Sängern ein Chor wird, erklärte Annemarie Böhm. „Mit Singen kann man Gefühle ausdrücken und Gefühle verarbeiten“, sagte Ariane Tripschu, und Martin Heuschkel bewies es. Er formte aus den vielen, kleinen aufgeregten Studenten einen tollen Chor, der es bis zum Kanon schaffte. Vorher gab es ein Stimmen-Jogging, dann rollte das Geräusch-Gewitter durch den Hörsaal, toste die Meeresbrandung durch die Sitzreihen und stampfte und rollte die Eisenbahn vorbei. Toll, was mit Klatschen, Schnalzen, Schnipsen, Pfeifen, Klopfen oder Lippenflattern für herrliche Geräusche und Melodien entstehen können. Die Kinder der gestrigen Vorlesung singen irgendwann im Chor, denn sie wissen jetzt, warum das Singen so viel Spaß macht.

Die nächste Vorlesung ist am 13. April. Toralf Scheltz von der Chirurgischen Klinik beantwortet dann die Frage: „Warum brechen Knochen?“

(Text: Thomas Sternberg)

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