Rund um blökende Tiere: Bei der Kinder-Uni wird’s kuschelig

Am Mittwoch dreht sich alles ums Schaf. Professor Elmar Mohr hat lebende Exemplare dabei.

Kröpeliner-Tor-Vorstadt – Tierisch geht’s am nächsten Mittwoch bei der vorletzten Kinder-Uni in diesem Semester zu. Denn was könnte bei einer Vorlesung über Schafe besser passen, als welche dabei zu haben? Zum Gucken und bestimmt auch mal zum Anfassen. Naja, und natürlich zum Lauschen, was die Lämmer und ihre Mama so für Geräusche von sich geben. „Das Schaf und die vier Jahreszeiten“ heißt das Thema von Elmar Mohr.

Der Professor für Tiergesundheit und Tierschutz zeigt und erklärt in 45 Minuten alles rund um das Tier, das nicht so dumm ist, wie es in einem Sprichwort oft heißt. Sven Grumbach ist jemand, der ständig mit den Wolltieren zu tun hat. Er wird Mohr helfen. Für die Schafe, die er aus der Nähe von Güstrow extra zur Kinder-Uni fährt, steckt er ein Gehege ab mit einer Rasenfläche. Schließlich sollen sich Lämmer in ungewohnter Umgebung wohlfühlen. „Damit alle Kinder auch in der letzten Reihe die Schafe erkennen können, wollen wir die Tiere filmen und die Bilder auf eine Leinwand übertragen“, sagt Grumbach, der Zuchtleiter beim Landesschaf und -ziegenzuchtverband in Karow (Plau am See) ist.

Dann werden die beiden Experten näher erläutern, was bei dem Schäflein so los ist in den verschiedenen Jahreszeiten. Angefangen beim Frühling. Sowie auf den Wiesen die Blumen erwachen, erblüht auch neues Schafleben in der Herde. Die Schafmama schenkt Lämmern das Leben – die perfekte Zeit für beide. Und passend zum heißen Wetter in den vergangenen Tagen fragen sich bestimmt viele, ob denn Schafe unter ihrer dicken Wolle nicht tüchtig schwitzen? Vielleicht werden sie aber auch extra zum Sommer geschoren? Oder schwitzen die Schäflein etwa gar nicht? Fragen, die der 51-jährige Grumbach und der 59-jährige Mohr beantworten werden, wenn sie zur wärmsten Jahreszeit übergehen.

Und während viele Kinder im Durchschnitt 18 Jahre bei ihren Eltern verbringen, ist schon im Herbst für die Lämmer Zeit, sich abzunabeln. „Sie verlassen ihre Eltern früh“, sagt Grumbach und macht neugierig auf den Winter: „Denn für diese Jahreszeit nützen die Tiere nicht nur, um Wolle für Pudelmützen und Pullis zu geben.“ Wie viel Wollfaden nötig ist, um eine einzige Mütze herzustellen, will der Züchter zeigen. Im Schäferkostüm tritt er dabei auf, „damit die Kinder einen Eindruck davon bekommen, wie man in dem Beruf aussieht“.

Elmar Mohr und Sven Grumbach werden aber auch Wissenschaft und Praxis vereinen, indem sie einerseits zeigen, wie Schafe fressen. Und gleichzeitig erklären sie, warum die Tiere nicht nur einen Magen haben. Außerdem bringt Grumbach jemanden mit, der vor den Augen der Kinder an einem Spinnrad Wolle verarbeitet.

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Posieren mit Kuschelschafen: Zur Kinder-Uni bringen Professor Elmar Mohr (r.) und Sven Grumbach echte Exemplare mit.


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