Schwebende Kreisel und grüne Laser: Physik in der Kinder-Uni

Am 25. April hält Alexander Szameit im Audimax einen Vortrag

Südstadt. Es wird bunt in der Kinder-Uni. Mit Knalleffekten, Lichtblitzen und schwebenden Kreiseln will Alexander Szameit den Kindern die Wissenschaft der Physik näher bringen. „Von Lichtschwertern und Laserblitzen: Science Fiction und Physik“ heißt sein Vortrag. Den wird er am 25. April um 15 Uhr im Audimax der Universität Rostock halten.

„Ich möchte den Kindern zeigen, dass Physik Spaß macht“, sagt Szameit. Das soll mit vielen Experimenten und einer kleinen Science Fiction-Geschichte passieren.

Mithilfe des Masterstudenten Sebastian Weidemann will Szameit überprüfen, welches Epos die cooleren Sachen hat: Star Wars oder Star Trek. Beide spielen im Weltraum mit jeder Menge Lichtblitzen, Laserschwertern und Gut gegen Böse.

Dabei dürfen die physikalischen Fakten nicht fehlen. „Das Hauptaugenmerk soll auf den Experimenten liegen. Aber die wollen wir auch erklären“, sagt Szameit.

Der 39-Jährige ist Professor für Physik an der Universität Rostock. Er wurde in Halle an der Saale geboren und interessierte sich schon früh für die vielen Möglichkeiten der Physik. Nach seinem Studium in Jena promovierte und habilitierte Szameit auch dort. Seit Dezember 2016 arbeitet er in Rostock. „Rostock ist wunderschön und die Arbeit an der Uni gefällt mir sehr“, sagt er.

Für seine erste Vorlesung im Rahmen der Kinder-Uni hat er sich einiges vorgenommen. „Wir wollen den Kindern beispielsweise Antigravitation erklären und zeigen“, sagt Szameit. Zur Gravitation gehört beispielsweise die Erdanziehung. Antigravitation ist demnach deren Gegenteil, wirkt ihr entgegen und kann Dinge schweben lassen. Das hat auch Alexander Szameit in seinem Vortrag vor: „Es geht darum, dass wir als Physiker überlegen, wie man Effekte aus dem Film oder der Serie umsetzen kann.“ Effekte gibt es bei Star Wars und Star Trek reichlich. Auch Antigravitation ist beispielsweise als eine Art schwebendes Auto zu sehen. Mithilfe eines Magneten und eines Kreisels soll dieses physikalische Prinzip erklärt werden.

Ein weiterer Effekt aus den Filmen ist das Tarnfeld. Dort verschwinden plötzlich ganze Raumschiffe im Nichts und verstecken sich so vor ihren Feinden. Sie machen sich quasi unsichtbar. Wie dies funktionieren kann, erklärt der Professor an zwei einfachen Gegenständen: Einer Glaskugel und einem mit Wasser gefüllten Glasgefäß. Gibt man die Glaskugel in das Gefäß, so verschwindet sie. Beziehungsweise ist sie nicht mehr zu sehen, denn das Wasser hat die gleiche Lichtbrechung wie die Kugel, sodass sie nicht mehr wahrnehmbar ist.

Neben schwebenden Aluminiumbooten und Händen, die Lichtblitze beschwören können, werden auch Streichhölzer gezeigt, die mithilfe einer 15 Meter entfernten Lampe entzündet werden.

Auch im Physikgebäude der Universität gibt es spannende Experimente zu bestaunen. An einem etwa 25 Meter langen Seil hängt das Foucault’sche Pendel. Darunter ist ein Bild mit den Himmelsrichtungen aufgezeichnet. „Das Pendel bewegt sich im Verlaufe des Tages über alle Himmelsrichtungen. Dabei dreht sich aber nicht das Pendel, sondern die Erde darunter“, erklärt Szameit. Durch solche Experimente wurde bereits 1851 die Drehung der Erde bewiesen.

Ein weiteres Pendelexperiment ist das Newtonpendel oder auch Kugelstoßpendel. Dabei wird die Impuls- und Energieerhaltung von Gegenständen gezeigt.

(Text & Foto: Lara Lichtenthäler)

Zurück